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Aktuelle Ausstellung

"Ferch in der Malerei - Anfänge der Künstlerkolonie"

Karl Hagemeister, Bauernhaus bei Ferch, Privatbesitz Die Ausstellung aus Anlass des 700. Jubiläum des Ortes Ferch präsentiert eine Auswahl ausgezeichneter Landschaftsgemälde aus der Zeit von 1870 bis ca. 1900, die das Dorf als Bildmotiv festgehalten haben.
Plein air, gehörte um 1850 die französische “Schule von Barbizon“. Die Maler von Barbizon wurden zu wichtigen Vorbildern für viele junge, antiakademische Künstler in ganz Europa. Der Aufruf von Rousseau “Zurück zur Natur“ führte vielerorts zur Gründung regionaler Künstlerkolonien in der Nähe größerer Städte. In Deutschland fiel dieser Gedanke auf einen besonders fruchtbaren Boden. Hier gab es um 1890 die meisten Kolonien, bis zu 30 lassen sich nachweisen.
Eine davon ist die Havelländische Malerkolonie. Karl Hagemeister (1848-1933), aus Werder an der Havel stammend, entdeckte als erster Maler das kleine Fischerdorf Ferch am Schwielowsee. Im Frühling 1878 kam der Wiener Maler Carl Schuch (1846 – 1903) zu Besuch nach Ferch. In diesen und den darauf folgenden Frühlings- und Sommermonaten 1880 und 1881 malten die beiden Freunde in Ferch und Umgebung. Somit legten sie den Grundstein einer nun schon weit über 100 Jahre andauernden Tradition des Malens in Ferch.

Zwanzig Jahre später kam eine neue Künstlergeneration an den Schwielowsee. Viele von ihnen studierten in der Landschaftsklasse an der Königlichen Akademie der bildenden Künste zu Berlin bei Professor Eugen Bracht (1842 – 1921). Unter ihnen waren solche Landschaftsmaler wie Gerhard Gisevius, Carl Hessmert, Carl Kayser-Eichberg, Hans Hartig, Hans Klohss, Hans Licht, Louis Lejeune, Theodor Schinkel, Max Uth, Paul Vorgang.
Diese jungen Maler trugen wesentlich dazu bei, dass die Kunst des französischen Impressionismus in Deutschland ihre Verbreitung fand. Sie gaben dieser Kunstströmung ihre eigene Prägung: "den gemäßigten deutschen Impressionismus". Ihre pastose Malerei, teilweise in Spachteltechnik, in leuchtender, kontrastreicher Farbigkeit wurde in Fachzeitschriften stets positiv rezensiert.

Ferch in der Malerei nur einen Aspekt. Es sind Bilder aus Ferch, die entweder in ihrem Titel das Dorf erwähnen, oder motivisch noch heute klar zu identifizieren sind.
Die darauf folgende Sommerausstellung ab 22. Juli "Ferch – ein Künstlerort" wird den historischen Faden aufnehmen und das Thema fortführen.

Die Ausstellung ist bis zum 16. Juli 2017 am Mittwoch bis Sonntag von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet.
Museum der Havelländischen Malerkolonie
Beelitzer Str. 1 / Ecke Dorfstraße
14548 Schwielowsee / OT Ferch
Telefon: 033209 - 21025 (nur während der Öffnungszeiten)
e-Mail: museum[at]havellaendische-malerkolonie.de

Öffnungszeiten:
Mai - Oktober
Mi-So 11.00-17.00 Uhr
November - April
Sa+So 11.00-17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung (für Gruppen)

► Informationen zur Anreise

Eintritt:
2,50 Euro pro Person
2,00 Euro pro Person bei Vorlage der Gästekarte der Gemeinde Schwielowsee (gültig April - Oktober)
Kinder unter 14 Jahren frei

Ansprechpartner/Träger des Museums:
Förderverein Havelländische Malerkolonie e.V.
Carola Pauly
e-Mail: vorstand[at]havellaendische-malerkolonie.de






Museum der Havelländischen Malerkolonie

Blick in die DaueraussstellungSeit der Eröffnung des Museums der Havelländischen Malerkolonie im Juli 2008 werden regelmäßig wechselnde Themen- bzw. Personalausstellungen der Künstler der Havelländischen Malerkolonie gezeigt.

Herzstück des Museums ist der durch Ankäufe, Dauerleihgaben und Schenkungen stetig wachsende Bestand von Werken der Künstler der Havelländischen Malerkolonie. Diese Bilder werden mindestens einmal jährlich in unserer Winterausstellung von November bis April ausgestellt.

Die jährlichen Themen- bzw. Personalausstellungen (April - Juli und Juli - November) werden vor allem durch die Ausleihe von Privatleihgebern ermöglicht. Der Besucher hat so die Gelegenheit, viele wunderschöne Werke unserer Künstler zu sehen, die sonst selten ausgestellt werden.

Dank liebevoller und detailreicher Recherchen unserer Kuratorin Professor Jelena Jamaikina mit Unterstützung vieler fleißiger ehrenamtlicher Helfer des Fördervereins wird so jede Ausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis.

Auf zwei Etagen werden im Museum der Havelländischen Malerkolonie Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Dokumente zu Landschaftsmalern, die um 1900 am Schwielowsee tätig waren, gezeigt.