Im Rhythmus der Natur - Ausstellung vom 12.11.2016 - 23.04.2017

Die Ausstellung “Im Rhythmus der Natur“ zeigte neue Erwerbungen als auch Teile der Bildbestände des Fördervereins, der seit Eröffnung des Museums seine Sammlung ständig erweitert.

Mit der Schau zog das Museum eine vorläufige Bilanz seiner Bemühungen in den letzten zwei Jahren. Zahlreiche Maler, die sich um 1900 der Darstellung der märkischen Landschaft widmeten, fanden bisher kaum Eingang in die Kunstgeschichtsschreibung. Heute nur noch wenigen Sammlern und Galeristen bekannt, waren sie zu Lebzeiten durchaus erfolgreiche und deutschlandweit bekannte Maler. Dies belegen ihre vielen Auszeichnungen sowie die positiven Stimmen in der Presse.
Die meisten Motive ihrer Landschaftsgemälde, die sie im Rhythmus der Natur, im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten malten, fanden sie in der Mark. Es sind Waldlichtungen, verträumte Seen sowie Flusslandschaften an der Spree und der Havel, die sie in ihren Bildern festhielten. Sie waren überzeugte Freilichtmaler.

Um 1900 repräsentierte sie den Typus eines bürgerlichen Künstlers in Deutschland. Liberal und durchaus der Moderne gegenüber aufgeschlossen, trugen sie ihrerseits dazu bei, dass die Kunst des französischen Impressionismus in Deutschland ihre Verbreitung fand.

Darüber hinaus verwies diese Ausstellung noch auf einen verborgenen Aspekt: Sie belegte eindrücklich, wie eng damals das Netz von Künstlerkolonien geknüpft war. All diese Maler und Malerinnen haben nicht nur in der Mark, sondern auch in Ahrenshoop, Dachau, an der Kurischen Nehrung, in Willingshausen oder Worpswede intensiv gearbeitet.