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Aktuelle Ausstellung

Havelland - eine Winterreise

Karl Hagemeister, Winter am Schwielowsee, 1905

Im 19. Jahrhundert kennzeichnete der Impressionismus eine neue entscheidende Entwicklungsstufe in der Malerei. Die impressionistischen Maler verließen ihre Ateliers und verzichteten auf die künstliche Beleuchtung. Sie malten im Freien und betonten das natürliche Licht. Dabei war es für sie eine  der großen Herausforderungen, die Schneelandschaft zu malen. Die Vorstellung, dass im Weiß alle sichtbaren Farben des Regenbogens vereinigt sind, reizte Maler so sehr, dass viele von ihnen Jahre auf die Darstellung von ’Weiß’ verwandten.
Karl Hagemeister hinterließ uns eine große Werkgruppe “Winterbilder“, in der er sich intensiv mit der Farbe ’Weiß’ auseinandersetzte. In diesen Bildern kamen seine neuen Erkenntnisse zum Ausdruck, vor allem bei der Wiedergabe des Himmels und  verschneiter Flächen.  Er verfeinerte sich in der Kunst, die subtile Weißskala des Schnees wiederzugeben, der nie einfach nur weiß erscheint, sondern Medium für blaue und rosa Zwischentöne ist. Er bemühte sich ebenfalls, das Verhältnis von Licht und Schatten so darzustellen, wie es das Auge wahrnimmt. Beim Schnee war es offenkundig, dass er auch im Schatten nicht das dickflüssige Dunkel der traditionellen akademischen Malerei annahm, sondern einfach den Abglanz der Umgebung einfing und reflektierte.
Auch die Maler der Landschaftsklasse von Professor Bracht an der Berliner Kunstakademie  hielten in ihren Bildern winterlichen Waldlichtungen, verträumte Seen sowie Flusslandschaften fest. Und sie entwickelten ihre eigenen Verfahren. So malten sie auf einem hellen Malgrund, verwendeten insgesamt aber eine dunklere Farbpalette. Einige von ihnen arbeiteten mit bereitem Pinsel und mit dicker Farbe,  partiell mit Ritztechnik. Andere – trotz des breiten Pinselstrichs – strukturierten die Oberfläche des Schnees in ihren sehr feinen Blauabstufungen.
Gemälde und Ölstudien von Johannes Hänsch, Karl Hessmert, Carl Kayser-Eichberg, Paul Lehmann-Brauns, Hans-Otto Gehrcke werden den Besuchern einen Einblick in ihre unterschiedlichen Maltechniken geben.

Wir zeigen die Ausstellung bis 22. April 2018,
Samstag und Sonntag von 11 - 17 Uhr
 
Museum der Havelländischen Malerkolonie
Beelitzer Str. 1 / Ecke Dorfstraße
14548 Schwielowsee / OT Ferch
Telefon: 033209 - 21025 (nur während der Öffnungszeiten)
e-Mail: museum[at]havellaendische-malerkolonie.de

Öffnungszeiten:
Mai - Oktober
Mi-So 11.00-17.00 Uhr
November - April
Sa+So 11.00-17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung (für Gruppen)

► Informationen zur Anreise

Eintritt
3,00 Euro pro Person
ermäßigter Eintritt
2,50 Euro pro Person bei Vorlage der
- Gästekarte der Gemeinde Schwielowsee (gültig April - Oktober)
Kinder unter 14 Jahren frei

Ansprechpartner/Träger des Museums:
Förderverein Havelländische Malerkolonie e.V.
Carola Pauly
e-Mail: vorstand[at]havellaendische-malerkolonie.de

Unser Kalender 2019 ist da!

Auch in diesem Jahr haben wir wieder mit freundlicher Unterstützung der EMB Energie Mark Brandenburg einen Kalender für Sie vorbereitet.

Der Kalender Havelländische Malerkolonie 2019 hält für Sie zwölf wundervolle Motive von den Künstlern, die schon um 1900 die Schönheit unserer Region entlang der Havel entdeckt haben, bereit.

Sie können den Kalender zu unseren Öffnungszeiten im Museum der Havelländischen Malerkolonie für 15,00 Euro kaufen oder direkt über unseren ► Online-Shop bestellen.
 


 

Museum der Havelländischen Malerkolonie Blick in die Daueraussstellung

Seit der Eröffnung des Museums der Havelländischen Malerkolonie im Juli 2008 werden regelmäßig wechselnde Themen- bzw. Personalausstellungen der Künstler der Havelländischen Malerkolonie gezeigt.

Herzstück des Museums ist der durch Ankäufe, Dauerleihgaben und Schenkungen stetig wachsende Bestand von Werken der Künstler der Havelländischen Malerkolonie. Diese Bilder werden mindestens einmal jährlich in unserer Winterausstellung von November bis April ausgestellt.

Die jährlichen Themen- bzw. Personalausstellungen (April - Juli und Juli - November) werden vor allem durch die Ausleihe von Privatleihgebern ermöglicht. Der Besucher hat so die Gelegenheit, viele wunderschöne Werke unserer Künstler zu sehen, die sonst selten ausgestellt werden.

Dank liebevoller und detailreicher Recherchen unserer Kuratorin Professor Jelena Jamaikina mit Unterstützung vieler fleißiger ehrenamtlicher Helfer des Fördervereins wird so jede Ausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis.

Auf zwei Etagen werden im Museum der Havelländischen Malerkolonie Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Dokumente zu Landschaftsmalern, die um 1900 am Schwielowsee tätig waren, gezeigt.