Museum der Havelländischen Malerkolonie eröffnet am 25. und 26. Juli 2008

Nach 6jähriger intensiver Arbeit ist es endlich soweit: Am Freitag, den 25. Juli 2008 wird in einer Festveranstaltung für geladene Gäste das Museum der Havelländischen Malerkolonie im sanierten Kossätenhaus im Zentrum von Ferch eröffnet. Am 26. Juli ab 11:00 Uhr öffnet das Museum im Rahmen eines Tages der offenen Tür für die Öffentlichkeit.
 
Die Dauerausstellung „Sehnsucht nach Natur“, die im Rahmen des diesjährigen Kulturlandthemas „Provinz und Metropole – Metropole und Provinz“ gezeigt wird, präsentiert zahlreiche Künstler, die in der Region Schwielowsee gelebt und/oder gearbeitet haben. Zu ihnen gehören u.a. Karl Hagemeister und Carl Schuch, Arthur Borghard, Hans-Otto Gehrcke und Theodor Schinkel.
 
„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Museum einen attraktiven Anziehungspunkt geschaffen haben, der auch zur touristischen Entwicklung unserer Region beitragen wird. Besucher aus der näheren Umgebung, Urlauber und Tagestouristen finden mit dem Museum in unserer Region ein neues kulturelles Angebot, dass es in dieser Form noch nicht gibt.“, sagte die Vorsitzende Helga Martins anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des Museums.
 
Mit der feierlichen Eröffnung wird den Jahren mühsamer Aufbauarbeit ein Ende gesetzt und die Mitglieder des Fördervereins der Havelländischen Malerkolonie mit seiner Vorsitzenden Helga Martins können sich nun ganz auf die ehrenamtliche Betreuung des Museums und der Forschungs- und Sammlungsarbeit widmen.
 
Helga Martins betont: „ Ich bin dankbar dafür, dass alle Beteiligten so gut zusammenarbeiteten und wir so große Unterstützung durch die Gemeinde, seinerzeit durch Bürgermeister Roland Büchner und jetzt durch Frau Hoppe erhalten. Alle, die mit dem Projekt befasst waren bzw. sind, der Architekt, das Bauamt, die Ausstellungsplaner und natürlich ganz besonders die Mitglieder des Fördervereins haben sich mit ganzer Kraft für das Projekt eingesetzt und häufig mehr gemacht, als nur ihre Arbeit. Alle waren engagiert dabei im Interesse der Sache und haben keine Mühe gescheut, bis das Museum endlich eröffnet werden kann. Dafür danke ich allen ganz herzlich“.
 
Die Kunstwissenschaftlerin Stefanie Krentz (art for public), erarbeitete im Auftrag des Vereins das Museums- und Ausstellungskonzept und gestaltete als Kuratorin die Ausstellung „Sehnsucht nach Natur“.

 
 
Zur Geschichte des Fördervereins und des Kossätenhauses
 
Im Januar 2002 wurde der Förderverein Havelländische Malerkolonie mit dem Ziel gegründet, im letzten erhaltenen Kossätenhaus im Zentrum Ferchs ein Museum einzurichten. Ideengeber war Velio Bergemann, der schon 1996 Ferch als Ursprung der Havelländischen Malerkolonie entdeckt hatte. 2001 stellte das Kulturforum Schwielowsee an die damalige Gemeinde Ferch den Antrag, dieses Haus, das dem Verfall preisgegeben war, zu erhalten. Die damalige Gemeinde Ferch (heute ein Ortsteil der Gemeinde Schwielowsee) erwarb es im gleichen Jahr, um es dem Förderverein zur Nutzung zu überlassen.
 
Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins begannen unschöne und das Haus verunstaltende Anbauten abzureißen und die Gebäudehülle zu entkernen. Den Sanierungsarbeiten am Kossätenhaus wurde durch eine Brandstiftung im September 2003 ein Ende gesetzt. Durch den Brand und das Löschwasser wurde vor allem der Dachstuhl des Hauses in so großem Maße zerstört, dass die Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer nicht mehr gewährleistet werden konnte.
 
Die Gemeinde führte Ende 2003 Sicherungsmaßnahmen an dem Haus durch. In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Außenhülle mit Mitteln aus der Städtebauförderung im Sanierungsgebiet Ortskern Ferch saniert. Der Innenausbau des Hauses und die Gestaltung der Außenanlagen konnten seit Anfang dieses Jahres, gefördert vom Landwirtschaftsministerium im Rahmen des Programms für die integrierte ländliche Entwicklung (ILE), durchgeführt werden. Sowohl beim Innenausbau als auch bei den Außenanlagen war der Förderverein direkt in die Planungen einbezogen.
 
Der Förderverein Havelländische Malerkolonie e.V.
 
Der Förderverein gründete sich mit 10 Mitgliedern, heute hat der Verein 40 Mitglieder. Auch schon im Vorfeld, als die Eröffnung des Museums noch eine Zukunftsvision war, hat der Verein zahlreiche Aktivitäten entwickelt, um die havelländischen Maler in der Region bekannt zu machen. Dazu gehört die Aufstellung der Ortseingangsschilder „Ferch – Malerdorf Herzlich Willkommen“, die Einrichtung eines Kunstpfades in Ferch entlang der Wohn- und Wirkungsstätten der Maler sowie die Ausrichtung der Ausstellung „Alte Meister“ im Jahr 2006.
 
 
 
Museum der Havelländischen Malerkolonie
Beelitzer Straße 1
14548 Schwielowsee OT Ferch
Tel: 033209 21025
e-Mail museum@havellaendische-malerkolonie.de
www.havellaendische-malerkolonie.de
 
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
11:00 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung